Tarifsituation

Die Beschäftigten der Berliner Stadtbibliotheken fallen unter den Tarifvertrag der Länder. Seit dem 1.1.2018 gibt es damit für Berlin kein tarifliches Sonderrecht mehr. Die Tarifgemeinschaft der Länder hat den Tarifvertrag veröffentlicht (https://www.tdl-online.de/tv-l/tarifvertrag.html), ver.di Mitglieder können sich an uns wenden.

 

Problematisch ist die Entgeltordnung (EGO) zu dem Tarifwerk der Länder. Im TV-L sind die Tätigkeiten der Beschäftigten immer noch im sogenannten „speziellen Teil“ beschrieben und entsprechenden Entgeltgruppen zugeordnet. Legt man die Zuordnung dieser „besonderen“ Merkmale für Bibliotheken neben die sogenannten „allgemeinen“ Merkmale für den Verwaltungsdienst, dann fällt schnell auf: Die selbe Tätigkeit landet in Bibliotheken gerne mal eine oder sogar mehrere Entgeltgruppen niedriger – mit erheblichen finanziellen Auswirkungen. Fast ebenso lang, wie diese Ungleichbehandlung existiert, hat ver.di gefordert, sie endlich abzuschaffen. Für einen großen Teil der Bibliotheksbeschäftigten haben wir es inzwischen geschafft. Mit der Einführung der neuen EGO VKA 2017, die für die meisten kommunalen Bibliotheken gilt, sind dort die „besonderen Merkmale“ verschwunden. Es wird nach den allgemeinen eingruppiert. Die Auswirkungen sind erheblich (siehe Kasten im angehängten Flugblatt).

 

Noch, denn jetzt haben wir die Chance das zu ändern! Denn ver.di und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) verhandeln über eine Neufassung der EGO TV-L. ver.dis klare Forderung: Auch im Länderbereich müssen die allgemeinen Eingruppierungsregeln gelten!

 

Klar ist aber auch: Das wird kein Selbstläufer, denn diese Forderung kostet Geld. Geld, das die Länder nicht freiwillig für die Bibliotheksbeschäftigten ausgeben werden. In der kommenden Tarifrunde 2019 soll die neue EGO stehen. Und hier ist es auch nicht anders als bei den Lohnabschlüssen: Wie viel am Ende rauskommt liegt daran, wie viele der Gewerkschaft in den Verhandlungen den Rücken stärken.